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November 2012
Ab November präsentiert Gallery UNO Berlin Malerei von Hans Pfleiderer, Deutschland, die Berliner Brücken des Malers Roland Kulla, USA und den Videokünstler Chris Reilly, USA. In Chicago sind Arbeiten des Küstlerpaares Matthew Schaefer und Janet Trierweiler, USA, zu sehen.
Ab November präsentiert Gallery UNO Berlin Malerei von Hans Pfleiderer, Deutschland, die Berliner Brücken des Malers Roland Kulla, USA und den Videokünstler Chris Reilly, USA. In Chicago sind Arbeiten des Küstlerpaares Matthew Schaefer und Janet Trierweiler, USA, zu sehen.



Berlin



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Hans Pfleiderer

Licht aus, Augen zu und der Trip beginnt, jede Nacht aufs Neue: Der Traum, der Alptraum, ist eine Reise in die Tiefen des Nicht-Bewussten, der verinnerlichten Erlebnisse, Gefühle und Ängste. Die Fragmente der Bilder, auseinander gerissen, verhackstückt, wieder zusammengezwungen von einer unbekannten Macht, bilden eine Art Motiv-Collage mit Horror-Potential.

Das Grauen der Nachtmahre findet sich unübertroffen in Johann Heinrich Füsslis Gemälden wieder, die Absurdität der Traumkompositionen fand unter den Surrealisten großen Anklang. Im Werk der als Grenzgänger zwischen den Welten charakterisierten „Outsider”" nimmt der Traum eine bedeutende Rolle ein, in der zeitgenössischen Kunst des Mainstream sucht man ihn vergebens. Fast.

Hans Pfleiderer schöpft für seine Bilder aus diesem Pfuhl der Qual und – ganz selten – der Wonne, der sich jede Nacht wieder erneuert. Und jeden Tag bannt der Maler eine neue Traumsituation oder – sequenz aufs Neue ins Bild, jeden Tag Öl auf Papier, Format 50 x 70 cm oder 40 x 50 cm.

Schreckgeweitete Augen, gequälte Körper hier, eine leise Melancholie dort, wo vordergründig ein eher heiteres Szenchen zu sehen ist: Eindringlich schildert Pfleiderer die grotesken Ereignisse und teilt sie mit denjenigen, die sie nicht selbst gesehen haben, sie aber trotzdem kennen. Die höchst expressive Malweise – deutlich im Sinne Jean Dubuffets – steigert den Ausdruck der Figuren bis an die Schmerzgrenze.

Hans Pfleiderers Traummalereien sind ein raffinierter Kunstgriff, die Wirklichkeit bei Tageslicht zu verschleiern und in die tiefen Gefilde des Schlafes zu verlegen, während die Realität tatsächlich von einem Alptraum nicht mehr zu unterscheiden ist.

Hans Pfleiderer (*1957, Stuttgart) studierte vom 1980 bis 1986 an der HBK Kassel und ließ sich 1987 in Berlin nieder. Von 1990 bis 1992 folgte ein Arbeitsaufenthalt auf Ibiza, darauf bis 1995 ein weiterer in Amsterdam. Hans Pfleiderer lebt und arbeitet seit 2001 in Potsdam und Berlin.



Switch off the light, close your eyes and the trip begins, again and again every night: The dream, the nightmare, takes you on a journey into the depths of the un-conscious, to the internalized experiences, emotions and fears. The fragments of these images – torn apart and then drawn together by a unknown power – become a kind of collage of different subjects with the notion of horror.

Panic of nightmare appears in Johann Heinrich Füssli’s paintings, and Surrealists were banned by the absurd compositions the dream delivers. In the work of so called “outsider” the dream plays an important role, but in contemporary art you might search for it in vain. Almost in vain.

Hans Pfleiderer explores this source of atrocities – and rarely of joy, which replenishes itself every night. And every day the artist bans a new situation or sequence of the dream on paper, 50 x 70 cm or 40 x 50 cm, with oil paint.

Scared eyes, tormented bodies or a subtle melancholy within a scene which seems to be rather cheerful at first glance. Pfleiderer paints these bizarre occurrences and shares them with the viewer, who hasn't seen them, but knows a lot about it. The artist uses a highly expressive language – Jean Dubuffet's impact is obvious – and pushes his figures to the threshold of pain.

With his dream paintings Hans Pfleiderer's uses a trick which allows him to veil the daylight reality and transpose it in the abyss of night, whereas in fact you can even tell a nightmare from every day reality.

Hans Pfleiderer (born 1957 in Stuttgart) studied from 1980 until 1986 at HBK Kassel and then moved to Berlin. He stayed in Ibiza from 1990 until 1992 and in Amsterdam until 1995. Since 2001 Hans Pfleiderer lives and works in Berlin and Potsdam.

 



Alle Künstler, Werke und Ausstellungen von Gallery UNO Chicago/Rome/Berlin unter www.artexhibitionlink.com
More information about artists, artworks and exhibitions: www.artexhibitionlink.com


Gallery UNO Berlin
Gegenüber der Werkstatt der Kulturen
Wissmannstr. 12
12049 Berlin-Neukölln

Eröffnung: Freitag, 16. November, 18-22 Uhr
19 Uhr: Joachim Gies, Saxophon
Laufzeit: November 2012 bis März 2013

Termine nach Vereinbarung:
Barbara Goebels-Cattaneo, Inhaberin: 0151 56 87 57 15
Hans Pfleiderer: 0179 314 12 85

Chicago


Matthew Schaefer
Janet Trierweiler

Matthew Schaefer und Janet Trierweiler arbeiten seit einigen Jahren zusammen. Auf einer gemeinsamen Philosophie basierend, entstanden ihre Werke erst getrennt voneinander, dann setzten sie ihre Leinwände zu Diptychen zusammen und schließlich verschmolz ihre Malerei zu einer einzigen künstlerischen Handschrift, einer Harmonie, in der beide aufgehen.

Matthew Schaefer and Janet Trierweiler are working together since a couple of years. Sharing the same philosophy they first produced their works on their own, then linked their canvases to diptychs and finally developed a sole artistic ductus, a harmony, in which both find a new self.

Gallery UNO Chicago
Fine Arts Building, 410 S. Michigan Ave. Suite 541 Chicago IL 60605

Duration: November 2012
Vernissage: Friday, November 9, 5-9 pm
Gallery hours: 2-6 pm and by appointment
www.artexhibitionlink.com

Berlin

Projektraum
Roland Kulla
Die Tegeler Hafenbrücke
Nachdem Roland Kulla die Brücken seiner Heimatstadt Chicago über Jahre studiert hatte, wandte er sich weiteren „bridge cities” zu und malte die ingenieurtechnischen Meisterleistungen in Boston, Pittsburgh und New York City. Auch in Berlin wählte er für seine scheinbar fotorealistischen Gemälde verschiedene Brücken aus.

After having studied the bridges of his hometown Chicago for years first, Roland Kulla turned to other “bridge cities” and painted the masterpieces of engineering ingenuity in Boston, New York City and Pittsburgh. For his almost photorealistic paintings Kulla found several German bridges, especially in Berlin.


Abb.:
Abb.: Hans Pfleiderer: Kleinbusfahrt, 2011, Öl auf Papier, 40 x 50 cm
Du bleibst stehen, 2011, Öl auf Papier, 40 x 50 cm
Im Erlebnispark, 2011, Öl auf Papier, 50 x 70 cm
Trunken von Küssen, 2011, Öl auf Papier, 40 x 50 cm
Loop, 2011, Öl auf Papier, 50 x 70 cm
Die Küche verlassend, 2011, Öl auf Papier, 40 x 50 cm
Die schon gestorben sind, 2011, Öl auf Papier, 40 x 50 cm
Frohe Botschaft, 2011, Öl auf Papier, 40 x 50 cm
Matthew Schaefer, Janet Trierweiler: Hookline
Roland Kulla:Tegeler Hafenbrücke

Courtesy: ARTexhibitionlink.com/Gallery UNO

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